Gemeinsam Zukunft sichern in Baden-Württemberg

Wir stehen in der Metall- und Elektroindustrie gemeinsam vor gewaltigen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie hat weite Teile unserer Industrie in eine tiefe Krise gestürzt. Dabei ging‘s bereits 2019 deutlich bergab, wir hatten eine handfeste Rezession. Zudem liegt vor dem größten Teil unserer Unternehmen schon der nächste steile Berg - mit der Digitalisierung oder dem Umstieg auf klimaneutrale Produkte und Prozesse. Für diese tiefgreifenden Umbrüche brauchen viele Firmen noch mehr Kraft als für die aktuelle Krise.

Es ist daher wichtiger denn je, in der aktuellen Tarifrunde die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Wir möchten in zehn Jahren sagen können: Wir haben die Corona-Krise ohne bleibende Schäden hinter uns gelassen! Und wir haben mit gemeinsamen Anstrengungen, Investitionen und Veränderungsbereitschaft unsere Branche in der Champions League gehalten. Unsere Produkte sind weltweit führend. Unser Standort wettbewerbsfähig. Und unsere Arbeitsplätze sicher und besser bezahlt als in den meisten anderen Wirtschaftszweigen.

Das kann nur gelingen, indem wir die Existenz unserer Unternehmen sichern und ihnen Luft für die notwendigen Zukunftsinvestitionen lassen. Darum geht es in der Tarifrunde 2021. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft und so Ihre Arbeitsplätze sichern.
 

Ihre Unternehmer der M+E-Industrie Baden-Württemberg
Ihr Vorstand des Arbeitgeberverbands Südwestmetall

Zahlen und Fakten

Unsere Forderungen: Kosten senken, Tarifverträge vereinfachen

Unsere Forderungen: Kosten senken, Tarifverträge vereinfachen
Wie kann die Tarifrunde 2021 dazu beitragen, dass die M+E-Industrie in Baden-Württemberg die Herausforderungen meistert? Südwestmetall und seine Mitgliedsunternehmen fordern:  

  • Keine Entgeltsteigerungen, bevor das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist
  • Arbeitskosten senken (insbesondere durch Anpassungen bei den zahlreichen tariflichen Sonderleistungen, die es in diesem Umfang nur in Baden-Württemberg gibt)
  • Mehr Flexibilität im Flächentarif, um besser auf die sehr unterschiedliche wirtschaftliche Situation in den Betrieben und die ebenso vielfältigen Herausforderungen in der Transformation eingehen zu können – durch automatische Differenzierung und Variabilisierung
  • Einfachere Tarifverträge, die weniger Aufwand bei der Umsetzung in den Betrieben bedeuten

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Die wirtschaftliche Situation: Von der Umsatzflaute in die Corona-Krise

Die Tarifrunde 2021 läuft in wirtschaftlich schweren Zeiten: Das jahrelange Wachstum der M+E-Industrie in Baden-Württemberg fand schon 2019 sein Ende. Die Produktion ging zurück, die Umsätze stagnierten. Statt der erhofften Erholung stürzte die Covid-19-Pandemie die Industrie im Frühjahr 2020 in eine tiefe Krise. Zwar konnte sie den herben Rückschlag im Herbst teilweise aufholen. Doch die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zum Vorkrisenniveau von 2018 erhielt zuletzt einen Dämpfer – auch, weil das Infektionsgeschehen wieder stark zugenommen hat, erneute Einschränkungen des Wirtschaftslebens ergriffen wurden und die Unsicherheiten gewachsen sind.

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Die Zukunftsherausforderungen: Digitalisierung und Klimaschutz

Auch ohne Corona sind die Herausforderungen für die M+E-Industrie extrem anspruchsvoll. Das Gros der Unternehmen steht vor enormen Umwälzungen („Transformation“). Wichtigste Trends sind dabei die Digitalisierung und die Wende zu klimaneutralen, CO2-emissionsarmen Produkten und Prozessen („Dekarbonisierung“). Das trifft längst nicht nur die Automobilindustrie bei ihrem Umstieg auf die Elektromobilität. Diese Herausforderungen werden die Unternehmen noch über viele Jahre intensiv beschäftigen.

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Wettbewerbsfähigkeit: Unser Standort wird immer teurer

Verstärkt wird die Mehrfachbelastung dadurch, dass die M+E-Industrie am Standort Baden-Württemberg und Deutschland in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat. Arbeit in Deutschland ist im internationalen Vergleich noch teurer geworden. Dazu haben auch die hohen Tarifabschlüsse beigetragen, die von einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung ausgingen.

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Tarifbindung: Erfolgsbaustein wieder stärken

Hohe Kosten und komplexe Regeln führen dazu, dass immer weniger Unternehmen die Tarifverträge anwenden. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen haben Probleme mit den Lasten der Abschlüsse. Diesem Trend möchten die Arbeitgeberverbände einen Kurswechsel in der Tarifpolitik entgegensetzen. Ziel ist es, die Tarifverträge als Erfolgsbaustein der deutschen Wirtschaft wieder zu stärken.

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