Wettbewerbsfähige Steuerlast von Unternehmen erreichen

Für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft muss die Steuerbelastung auf einem international vergleichbaren Belastungsniveau liegen. Dauerhaft wird sich Deutschland keine höhere Steuerbelastung als andere wirtschaftlich erfolgreiche Staaten leisten können. Angesichts einer durchschnittlichen Steuerbelastung der Unternehmen in der OECD von 24,7 Prozent und in der EU von 22,7 Prozent sollte eine (effektive) Steuerbelastung in Deutschland von maximal 25 Prozent erreicht werden.

 

 

(Wieder-)Einführung der Vermögensteuer verhindern

Von der Vermögensteuer wäre primär das Betriebsvermögen (Einzel- und Personenunternehmen, Anteile an Kapitalgesellschaften) betroffen. Bis zu 90 Prozent des geschätzten Aufkommens entfiele auf Unternehmen.

"Eine Vermögensteuer würde den Bestand von Unternehmen und Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg massiv gefährden."

Gerade in Baden-Württemberg mit seinem starken Mittelstand und zahlreichen Familienunternehmen würde die Vermögensteuer zu einer unverhältnismäßigen Ertragsbesteuerung und sogar zu einer verfassungsrechtlich bedenklichen Substanzbesteuerung führen. Sie würde mithin den Bestand von Unternehmen und Arbeitsplätzen massiv gefährden und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich belasten. Eine (Wieder-)Einführung muss daher verhindert werden.

 

Solidaritätszuschlag vollständig abschaffen

Die Mehrheit der in Deutschland tätigen Unternehmen ist als Personengesellschaft oder Einzelunternehmen organisiert. Für sie stellt der Einkommensteuersatz mit Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer den Gewinnsteuersatz dar.

"Der Solidaritätszuschlag gehört daher vollständig für alle Steuerzahler abgeschafft, ohne eine gleichzeitige Erhöhung des Spitzensteuersatzes."

Es gilt, Arbeitsanreize für Selbstständige und Arbeitnehmer zu setzen und die Position von Personengesellschaften und Einzelunternehmen im Vergleich zu Kapitalgesellschaften sowie auch im internationalen Vergleich zu verbessern.

 

Unternehmer zur Bundestagswahl

Dr. Jan Stefan Roell, Aufsichtsratsvorsitzender Zwick Roell AG

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